Am 15. November fand in Riga die jährliche Großveranstaltung des DrupalCamp Baltics statt. Die Veranstaltung wird seit 2010 organisiert und bringt für einen ganzen Tag Menschen aus der Drupal-Community im Baltikum zusammen, um sich über Drupal, eine Content-Management-Plattform, austauschen und informieren zu können und dabei auch neue Möglichkeiten der Kooperation zu finden. Auf der diesjährigen Veranstaltung war auch Mirko Haavel als Analyst von ADM Interactive vertreten, der Drupal schon seit über fünf Jahren nutzt. In seinem Vortrag sprach Mirko darüber, in welcher Weise Drupal bei der Entwicklung des estnischen Regierungsportals zum Einsatz kam.

 

Drupal ist eine Content-Management-Plattform, die sehr beliebt zum Erstellen größerer Content-Management-Websites, Intranets und anderer Webanwendungen ist. Drupal hat eine weltweite Community, die regelmäßig neue Funktionen hinzufügt und all dies kostenlos.

2014 erschien die erste Version des estnischen Regierungsportals. Ziel des Projekts war es, eine externe Internetplattform für alle Regierungsbehörden zu schaffen. Der Hauptzweck des Regierungsportals lag darin, ein visuell und funktional einheitliches Umfeld zu schaffen, das die Internetseiten von Regierung, Staatskanzlei sowie der elf Ministerien miteinander verbindet. Die Plattform ist für insgesamt 47 Institutionen obligatorisch und muss innerhalb eines angemessenen Zeitraums in Benutzung genommen werden.

Eine gemeinsame Plattform bedeutete ein gemeinsames Erscheinungsbild – ein Land und ein Gesicht! Darüber hinaus trug die Plattformentwicklung dazu bei, die Entwicklungskosten zu senken, indem anstelle mehrerer unterschiedlicher, gesondert zu entwickelnder Seiten alles auf einer Plattform zusammengefasst werden konnte.

Und natürlich bietet das derzeitige Regierungsportal auch Raum für Entwicklungen und Upgrades, und zur Zeit läuft die Entwicklung einer neuen Version, sozusagen des Regierungsportals 2.0, für Drupal 8. Ebenso ist schon heute bekannt, dass die Umstellung auf die neunte Version von Drupal, die Mitte nächsten Jahres erscheinen soll, relativ einfach sein wird, und daher dürfte das aktualisierte Regierungsportal relativ zügig dahin umziehen.

Das überarbeitete Portal verfügt über weniger Inhaltstypen. Die bestehenden sind intelligenter als zuvor und ermöglichen es, vielfältigere Inhalte zu erstellen. Hierzu lässt sich das in Drupal 8 enthaltene Modul „Paragraphs” verwenden, womit die erstellten Webseiten bereits vordefinierte Komponenten verwenden können. Dies erleichtert es den Inhaltseditoren, komplexere Inhaltskomponenten zu nutzen.

Eine der wichtigsten Änderungen am Regierungsportal 2.0 ist die hochwertigere Suchfunktion, die sämtliche Webseiten auf der Plattform durchsucht. Mit dieser Funktion können Besucher leichter herausfinden, auf der Seite welcher Regierungsbehörde sie die beste Antwort finden. Außerdem lässt sich dadurch ein noch einheitlicheres Bild des Landes und seiner Funktionsweise schaffen.

Die neue Plattform für das Regierungsportal wird zudem auch eine neue Inhaltsarchitektur haben. Anstelle der vorhandenen monolithischen Architektur verwendet das neue Regierungsportal nun eine mehrstufige Architektur, bei der die größeren Funktionen der Plattform voneinander getrennt sind. Dies erleichtert den Entwicklern in Zukunft Änderungen vorzunehmen und von anderen erstellte Entwicklungen zu verwenden. Insgesamt ist sie vor allem kostengünstiger und bequemer, zudem hat der Eigentümer jederzeit einen vollständigen Überblick über die Plattform.

Das Regierungsportal 2.0 wird die fachliche Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Regierungsbehörden deutlich verbessern. Zu diesem Zweck wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, welche die Redakteure und technischen Vertreter der verschiedenen Behörden umfasst, die tagtäglich mit dem Regierungsportal arbeiten müssen, sodass Kommunikation und Gedankenaustausch zwischen allen Beteiligten erleichtert werden. Jeder neue entstehende Entwicklungsplan, wird vor seiner Weiterentwicklung in einer Arbeitsgruppe erörtert.

Die Arbeitsgruppe hilft den Mitgliedern, besser zusammenzuarbeiten und neue Entwicklungen gemeinsam zu finanzieren. Ist eine Neuentwicklung abgeschlossen, so wird sie auch den anderen vorgestellt.

Laut aktuellen Planungen soll das Regierungsportal 2.0 im Jahr 2020 fertiggestellt werden.

 

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